Teutoburger-Wald-Verein

5 Wanderfreunde auf dem Pilgerweg Irun – Santiago de Compostela

„Bon Camino“

Küstenweg von Irun bis Santiago de Compostela

Start in Irun: 22. Mai 2014; 35 Tage bis Santiago de Compostela, 860 km, 16.000 Höhenmeter
Auf-/ Abstieg;

Stampf! Der 36. und letzte Stempel in unserem Pilgerbuch war der Ritterschlag. Jetzt war das Abstellen des Rucksacks eine besondere Genugtuung. Und keiner von uns hätte Lust gehabt, ihn am nächsten Tag wieder aufzusetzen!
Etwas Ruhe hatten wir uns sicher verdient. Und Erholung. Sicher auch etwas Komfort, auf den wir in den Pilgerherbergen oft verzichten mussten.
Es führen viele Wege nach Santiago de Compostela. Wir hatten uns für den „Camino del Norte“ entschieden und wanderten nun entlang der baskischen, kantabrischen und asturischen Küste. Etwas spartanischer, weniger überrannt, aber auch anstrengender als die bekannten Alternativen. Das gefiel uns. Und sicherlich hatten wir ihn unterschätzt!
Die ersten Tage nach dem Start von Irun sollten wohl unseren Willen prüfen. Regen, Matsch und ein böser Sturz setzten uns zu. Aufzuhalten waren wir aber nicht. Wir trafen andere Pilger – echte oder vermeintliche – die wir dann entlang der “ Flechas amarillas “ oft wiedersahen. Mit Jakobsmuschel und Pilgerbuch gut zu erkennen. Nun wurden wir auch mit frühsommerlichem Wetter belohnt. Wir genossen wilde Küsten, schroffe Gebirge und verlassene Landschaften. Die verbliebene Bevölkerung war auffallend freundlich. Hin und wieder säumten Kapellen den Weg. Schade, dass sie meist verschlossen waren! Santiago de Compostela war der verdiente Höhepunkt. Ein Platz zum verweilen. Da haben wir uns die Extra – Wanderung bis zum legendären „Cabo Finisterre“ gern durch eine Busfahrt erspart.
Die Planungen für nächstes Jahr können losgehen!